Azael – Anführer der gefallenen Engel

Eines Tages gerieten in Nordhausen zwei mächtige Zauberer aneinander. Sie stritten sich so sehr, dass bereits die Funken flogen. Dabei wandten sie alle Tricks der schwarzen Magie an. 
Azael ist der Anführer der gefallenen Engel

Azael ist der Anführer der gefallenen Engel, die durch Geschlechtsverkehr mit Menschenfrauen riesenhafte Mischwesen zeugten, die auch unter dem Namen Nephilim bekannt sind. Azael brachte Männern bei, Kriegswaffen herzustellen und verführte Frauen zum Okkultismus und zur Verwendung von Kosmetikprodukten.

Des Teufels Trunk 

Eines Tages gerieten in Nordhausen zwei mächtige Zauberer aneinander. Sie stritten sich so sehr, dass bereits die Funken flogen. Dabei wandten sie alle Tricks der schwarzen Magie an.

Durch das Blitzgewitter der beiden aufmerksam geworden, fuhr der Teufel aus der Hölle herauf. Was er da sah, freute ihn doch sehr. Voller Vergnügen schaute er dem Duell der beiden Zauberer zu. Vielleicht hätte er lieber auf dieses Schauspiel verzichtet, denn es sollte dem Fürsten der Unterwelt noch arg ergehen.

Zuerst prügelte der stärkere der 2 Schwarzkünstler auf seinen Genossen ein. Dem Höllenfürsten amüsierte das Geschehen so sehr, dass er in grellendes Gelächter ausbrach und sich krümmte. Blitzschnell ließ der eine Zauberer von seinem Kumpel ab und wandte sich dem Teufel zu. Der Zauberer schlug in dem unaufmerksamen Moment so sehr auf den Gebieter der Hölle ein, dass dieser unter lautem Wehklagen das Weite suchte. Es blieb nur ein beißender Schwefelgeruch in der Luft. Vor lauter Schreck verkroch er sich in einem hohlen Baum. Beide Zauberer nickten sich entschlossen zu. Sie folgten dem Teufel und mauerten das Loch zu. Es war vollbracht.

Nun war dem Teufel der Weg zurück in die Hölle versperrt. Viele Jahre verbrachte er in seinem Gefängnis.

Seit jener Zeit kam kein Erdenbewohner mehr in die Hölle. Arme Seelen, welche zur Verdammnis verurteilt waren, konnten nun die Finsternis verlassen und getrost in den Himmel aufsteigen. Noch für Jahre herrschte auf der Erde wieder Friede und Freude.Allerdings sollte es nicht immer so weiter gehen.

Eines Tages gingen zwei Holzfäller in den Wald, um einen Baum zu fällen. Ausgerechnet suchten sie sich den Baum aus, in welchem der Teufel gefangen war. Der Teufel konnte nun entweichen und in sein finsteres Reich zurückkehren. Aber was fand er dort vor? Die Hölle war leer, nur seine Großmutter begrüßte ihn. Wo sollte er nun so schnell wieder arme Seelen finden? Die Großmutter riet ihm, dass er nach Nordhausen gehen sollte, um den Leuten dort zu berichten und zu lehren Kornbranntwein herzustellen.

Der Teufel fand die Idee großartig und machte sich sofort auf den Weg. Seither wurde nun in Nordhausen der Teufelstrunk gebrannt.

Er fand schnell den Weg in alle Himmelsrichtungen. Durch den Genuss des Kornbranntweines wurden viele Menschen übermütig und so hatte der Teufel ein leichtes Spiel. Er konnte sich wieder viele verlorene Seelen einfangen und in die Hölle bringen. Schnell war diese dann auch bald überfüllt. Auch die beiden Zauberer hörten aus weiter Ferne von dem außergewöhnlichen Trunk. kehrten sie einst nach der Tat, Nordhausen den Rücken. So begaben sie sich auf den Weg und genossen ahnungslos den Trunk.

Der Teufel, der die bösartige List der beiden nicht vergessen, erftreute sich dem Anblick sehr. Schenkten beide doch immer weiter fleißig ein… Als beide schließlich volltrunken dem Schlaf erlagen, nahm er seine furchtbare Rache.

Er verdammte beide schlummernden Seelen dazu, ein Teil der wilden Jagd zu sein. Um fortan auf Ewig in schrecklich anmutender dämonischer Gestalt in diesem Zug zu wandeln und weitere arme Seelen zu finden.

Doch war ihm das nicht Strafe genug, er machte sich beide, bewusst ihrer mächtigen Zaubererkünste Untertan, auf das sie für ihn in der Hölle über seine Dämonen herrschen und die überfüllte Hölle bewachen. Fortan waren sie in der Hölle, wie auch in Sagen als Dämonenkönige Abaddon und Azael bekannt. Auch heute noch ist der Nordhäuser Doppelkorn noch weit über die Grenzen bekannt. Manch einer hält ihn auch immer noch für einen Teufelstrunk.

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